Weitere gemeinnützige Projekte und Initiativen im regionalen Umfeld
Drei weitere gemeinnützige Projekte im Rahmen des Zukunftswerks stehen beispielhaft für die gemeinsinnorientierte, nachhaltige Entwicklung im Lassaner Winkel:
Das Traditionssegelschiff „Ernestine“ ist ein pommersches Original, das seit 100 Jahren die Gewässer der Ostsee befährt. Eignerin ist die Europäische Akademie der Heilenden Künste, die auf der Ernestine vorwiegend Segeltouren mit behinderten oder sozial benachteiligten jungen Menschen durchführt, auch in Verbindung mit künstlerischen Aktionen. Unter dem Motto „Wir laden Sie ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen“ kann man im Sommer auch an Tagesausflügen und Langfahrten auf der Ostsee teilnehmen. Die beiden Skipper sind Mitglieder der Lebensgemeinschaft Klein Jasedow.
Das Mehrgenerationenwohnhaus „Maxwiesenhaus“ in Klein Jasedow ist gleichfalls ein Projekt der Akademie. Es dient als ein Wohnhaus für junge und alte Menschen. Mit diesem Projekt möchten die GründerInnnen des Zukunftswerks zu einer Verbundenheit der verschiedenen Generationen beitragen und Verständnis und Hilfsbereitschaft fördern. Das Haus ist bereits von zwei alten Menschen und einer jungen Familie bewohnt und wird im Jahr 2010 fertiggestellt werden.
Der Mirabell-Verein ist ein Natur- und Kulturverein im Lassaner Winkel, der nach der Wende von einer Gruppe engagierter Künstler und Kunsthandwerker um den damaligen Bürgermeister Matthias Andiel, der selbst bildender Künstler ist, gegründet worden war. Seit ihrem Zuzug im Jahr 1997 prägten die Mitglieder der Lebensgemeinschaft Klein Jasedow den Verein wesentlich mit. Heute ist das wichtigste Projekt des Vereins der Duft- und Tastgarten in Papendorf, ein heilsamer Garten für sehbehinderte Menschen. Er hat inzwischen großen Zulauf auch von nicht-behinderten Menschen.
Neben einer Reihe kleinerer Verbünde, die sich im Lauf der vergangenen 5 Jahre im Lassaner Winkel etabliert haben, gibt es ein größeres Netzwerk, das praktisch alle kulturkreativen Akteure der Region zusammenführt: Unter der Überschrift „Kräuter, Kunst und Himmelsaugen“ haben sich rund zwei Dutzend Initiativen zusammengeschlossen, um ihre Angebote gemeinsam bekannt zu machen und die Entwicklung eines nachhaltigen, sanften Tourismus voranzutreiben. Die GründerInnen des Zukunftswerks gehören zu den IntiatorInnen des Netzwerks.
Jüngstes gemeinsames Projekt verschiedener Akteure ist die Gründung eines „Bürgerkraftwerks Lassaner Winkel“ in Form einer Genossenschaft, die den Lassaner Winkel langfristig zur Bio-Energieregion entwickeln will.